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Mehr Rendite für Altersvorsorgeverträge

Mehr Rendite für Altersvorsorgeverträge


Paukenschlag aus dem Hause der Allianz – ab 2021 gibt es keine 100%ige Beitragsgarantie mehr. So oder ähnlich formuliert sich die Presse.

Sind das nun gute oder schlechte Nachrichten?

Dass dieser Ankündigung große Aufmerksamkeit beigemessen wurde, konnte man an der Berichterstattung auch branchenfremder Medien entnehmen. So berichteten z. B. auch die FAZ, die Süddeutsche oder das Computermagazin Chip über die teilweise Abkehr der Beitragsgarantie. In der Regel erreichen Fachthemen außerhalb der Versicherungsbranche die „normale Welt“ doch eher selten.

Was branchenfremde Medien daraus machen

Diese Thematik bietet auch großes Potential für Fehlinterpretationen, frei nach dem Motto „dadurch verkommt die private Rentenversicherung zu einem Risikoinvestment“, gefolgt von Unkenrufen zum jahrelang gepredigten „Untergang“ der Lebens- und Rentenversicherung. Glückwunsch, so funktioniert Verunsicherung. Doch vielmehr ist es ein längst fälliger Schritt, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, zu mehr Rendite in Altersvorsorgeverträgen beizutragen. Zumal Investmentpolicen oder Fondpolicen genannt, ohne Garantie schon lange Im Produktportfolio der Versicherer zur Verfügung stehen (flexible Investmentfondsanlagen im Policenmantel).

Wenn sich die Allianz (wie im übrigen auch schon andere Versicherer vor ihr) von der 100%igen Beitragsgarantie verabschiedet, so betrifft es ausschließlich Produkte der privaten Altersvorsorge, die sogenannten ungeförderten Durchführungswege. Produkte wie Riester oder bAV bieten weiterhin eine gesetzlich vorgeschriebene Beitragsgarantie.

Die Branchenweisheit besagt „Garantie frisst Rendite“ schauen wir uns das am Beispiel des Renditedreiecks eines monatlichen DAX-Sparplanes mal etwas genauer an.

DAX-Rendite-Dreieck 50 Jahre Sparplan PDF

 

Bereits ab einer Spardauer von 15 Jahren gibt es keine einzige Sparphase, mit einer negativen Entwicklung. Verträge für Altersvorsorge liegen naturgemäß eine recht lange Laufzeit zugrunde. In der Regel spart man 20, 30 Jahre oder gar länger für die Rentenvorsorge. Das bedeutet also auch, je länger die Laufzeit, desto sicherer ist mein Sparplan. Die Frage muss also lauten: Wozu braucht man dann eigentlich Garantien?

Lieber wenig und sicher oder ungenau aber mehr ?

„Kapitalmärkte sind keine Einbahnstraße“, wie sie dem Renditedreieck entnehmen können, gleicht kein Jahr dem anderen. So ist vielen „der Spatz in der Hand lieber, als die Taube auf dem Dach“, da sie sich mit einer Investmentanlage in eine teilweise Abhängigkeit von der Volatilität der Kapitalmärkte begeben. In Deutschland bedeuten Garantien für viele Sparer, im Übrigen quer durch alle Altersklassen, noch immer Sicherheit. Dies resultiert wohl noch aus der Erinnerung, dass es für viele Sparformen feste und durchaus lukrative Verzinsungen gab.

Aber wie wird denn eigentlich sinnvoll investiert?

Dazu vielleicht nochmal kurz zurück zur Allianz, die trotz der Abkehr von der 100%igen Garantie weiterhin auf langfristige Sicherheit für ihre Kunden setzt und sich bei der Gesamtverzinsung für 2021 an der Marke von 3 % orientiert. Basis dabei ist das starke, wertstabile Sicherungsvermögen, dessen Anteil an chancenorientieren Kapitalanlagen heute schon bei 45 % liegt. Es handelt sich dabei z. B. um Aktien, Immobilien, erneuerbaren Energien, Infrastrukturinvestments sowie Schwellenländer- und Unternehmensanleihen. Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf nachhaltigen Projekten und alternativen, langfristigen nicht an der Börse gehandelten Anlagen. Das sind am Beispiel der Allianz aktuell z. B. der Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland oder ein nachhaltiges Gasnetz in Portugal.

Kunden die also seit Jahren mit Null- oder Negativzinsen leben müssen, können bei guten Lebensversicherern aufgrund höherer Freiheitsgrade, eben durch Lösungen mit zeitgemäßer Garantien und breit diversifizierter Kapitalanlagen mit besseren Renditen rechnen.

Garantien, sind ein ziemlicher Mühlstein um den Hals eines Versicherers, dabei muss er Geld sicher „parken“ und Rückstellungen bilden (Geld, das somit nicht sinnvoll investiert werden darf). Im bestehenden und eben auch noch sehr lange andauernden Niedrigzinsumfeld muss folglich eine ganze Menge Geld sicher geparkt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Versicherer je nach Garantieniveau mit entsprechend weniger Geld für seine Kunden am Kapitalmarkt investiert kann.

Zusammenfassend, begrüßen wir die Abkehr von der 100%igen Garantie, langlaufende Verträge für die zusätzliche Altersvorsorge (konservativer Produkte) werden davon profitieren. Fest steht – Garantiehöhen werden flächendeckend variabler und veränderbarer werden. Sie als Kunde, werden im Rahmen Ihrer gewählten Altersvorsorge, unter Berücksichtigung von Laufzeiten und damit sinnvoller Garantien, eine möglichst hohe Quote Ihrer Sparbeiträge in Sachanlagen erhalten.

Kommen Sie auf uns zu – wir beraten Sie gern.

 


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